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Informatik gibt Erinnerung eine Stimme: KI macht Holocaust-Zeitzeugnisse interaktiv erlebbar

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© MKW​​/​​Lars Berg
Besichtigten gemeinsam die sich im Aufbau befindlichen Ausstellungsräume (v.l.): TU-Rektor Prof. Manfred Bayer, Abraham Lehrer, Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Wissenschaftsministerin Ina Brandes, Dr. Sylvia Asmus, Direktorin des Deutschen Exilarchiv der Deutschen Nationalbibliothek, Bärbel Bergerhoff-Wodopia, Vorstandsmitglied der RAG-Stiftung, und Prof. Ursula Gather, Kuratoriumsvorsitzende der Krupp-Stiftung.
Team von Prof. Mario Botsch unterstützt mit KI-Expertise das Projekt HOLO-VOICES – Hologramme bewahren Stimmen der Holocaust-Überlebenden.

Wie kann Erinnerung für kommende Generationen lebendig bleiben, wenn Zeitzeug*innen nicht mehr selbst erzählen können? Mit moderner KI und holografischer Projektionstechnik trägt die Informatik der TU Dortmund dazu bei, Antworten auf diese Frage zu finden.

Im Projekt HOLO-VOICES, das gemeinsam vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und der TU Dortmund realisiert wird, entstehen interaktive Hologramme von Holocaust-Überlebenden. Besucher*innen können ihnen Fragen stellen – eine KI beantwortet diese, indem sie auf zuvor aufgezeichnete Interviews zurückgreift.

Die Datenverarbeitung wird von einem Team um Prof. Mario Botsch an der Fakultät für Informatik entwickelt und betreut. „Als führender Standort der KI-Forschung bringen wir unsere Expertise ein, um jungen Menschen einen authentischen Dialog mit Zeitzeuginnen und Zeitzeugen zu ermöglichen“, sagt TU-Rektor Prof. Manfred Bayer.

Das Projekt verbindet Informatik, Journalistik und Geschichtswissenschaft zu einem interdisziplinären Beitrag gegen Antisemitismus und Rassismus. Die erste Ausstellung „HOLO-VOICES – begegnen • fragen • weitersagen“ wird am 27. Januar 2026 auf dem UNESCO-Welterbe Zollverein eröffnet – mit den Stimmen von Holocaust-Überlebenden, die dank KI und Informatik für die Ewigkeit erhalten bleiben.