Auszeichnung für starke Wissenschaftskommunikation an der TU Dortmund
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Erfolg für die Wissenschaftskommunikation der TU Dortmund: Beim idw-Preis für die besten Wissenschafts-Pressemitteilungen des Jahres 2025 hat die Universität den zweiten Platz erreicht. Ausgezeichnet wurde eine Pressemitteilung über die Fehleranfälligkeit von KI-Wahlhilfen – ein Thema mit hoher gesellschaftlicher Relevanz, an dem Forschende der Fakultät für Informatik maßgeblich beteiligt waren.
Die prämierte Mitteilung mit dem Titel „Vor der Bundestagswahl 2025: Team der TU Dortmund ermittelt Fehleranfälligkeit von KI-Wahlhilfen“ berichtet über eine Untersuchung von Wissenschaftler*innen der TU Dortmund und des Research Center Trustworthy Data Science and Security der Universitätsallianz Ruhr. Kurz vor der vorgezogenen Bundestagswahl 2025 hatten sie zwei neue KI-Wahlhilfe-Tools analysiert – mit einem klaren Ergebnis: Wer diese Systeme nach Positionen politischer Parteien fragt, erhält häufig falsche Antworten.
Der Informationsdienst Wissenschaft (idw) würdigt mit seinem jährlich vergebenen Preis besonders gelungene Wissenschaftskommunikation. Aus rund 20.000 Pressemitteilungen von mehr als 1.000 wissenschaftlichen Einrichtungen wählt eine Jury Beiträge aus, die durch journalistische Qualität, hohen Nachrichtenwert und überzeugende Aufbereitung komplexer Themen hervorstechen. Insgesamt beteiligten sich in diesem Jahr 98 Pressestellen am Wettbewerb.
Für Jurymitglied und NDR-Info-Journalistin Korinna Hennig überzeugte der ausgezeichnete Text vor allem durch seinen klaren Aufbau und die verständliche Sprache. Besonders hervorgehoben wurde, dass die Pressemitteilung bereits in den ersten Sätzen die gesellschaftliche Relevanz der Forschung deutlich macht und komplexe Zusammenhänge anschaulich erklärt. Auch die zusätzlichen Hintergrundinformationen und Beispiele erleichterten die journalistische Weiterverarbeitung.
Die Auszeichnung unterstreicht zugleich die Bedeutung guter Wissenschaftskommunikation an der TU Dortmund. Gerade im Bereich der Informatik entstehen Forschungsergebnisse, die für gesellschaftliche Debatten – etwa über Künstliche Intelligenz und ihre Rolle in demokratischen Prozessen – eine wichtige Grundlage liefern. Sie verständlich und transparent zu vermitteln, ist ein zentraler Bestandteil wissenschaftlicher Arbeit.
Auch wissenschaftlich wird das Thema Kommunikation an der TU Dortmund intensiv erforscht. Am Institut für Journalistik entwickelt das Projekt „Medien-Doktor“ seit mehr als 15 Jahren Qualitätskriterien für journalistische Beiträge und Pressetexte. Zuletzt hat das Team um Prof. Holger Wormer gemeinsam mit Marcus Anhäuser, „Scientist in Residence“ an der Schnittstelle von Journalistik und Hochschulkommunikation, Kriterien speziell für die Wissenschaftskommunikation im Bereich Künstliche Intelligenz erarbeitet.
Beim aktuellen Wettbewerb ging der erste Platz an das Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel (GEOMAR), der dritte an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die Preisgelder können die ausgezeichneten Teams für die weitere Qualitätssicherung und Weiterentwicklung ihrer Kommunikationsarbeit einsetzen.




