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HOLO-VOICES – Zeitzeugnisse, die bleiben

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© Lars Berg​​/​​MKW NRW
NRW-Ministerin Ina Brandes eröffnete die Ausstellung HOLO-VOICES am internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus.
Ministerin Brandes eröffnet HOLO-VOICES auf Zeche Zollverein

Am 27. Januar, dem internationalen Gedenktag an die Opfer des Nationalsozialismus, wurde auf dem UNESCO-Welterbe Zeche Zollverein in Essen die Ausstellung HOLO-VOICES eröffnet. Sie ermöglicht eine eindrucksvolle, neue Form der Erinnerung: Holocaust-Überlebende begegnen den Besucher*innen als lebensnahe holografische Projektionen – präsent, nahbar und dialogfähig.

In einem speziell eingerichteten Vorführraum erscheint die Zeitzeugin Inge Auerbacher als leuchtende Projektion auf der Bühne. Auf Fragen aus dem Publikum antwortet sie mit authentischen Aussagen aus ihrem Leben, die mithilfe künstlicher Intelligenz aus hunderten Originalaufnahmen ausgewählt werden. So berichtet sie von ihrer Kindheit im Konzentrationslager Theresienstadt, vom Hunger, vom Alltag unter unmenschlichen Bedingungen und von persönlichen Erinnerungen, die berühren und nachwirken.

Forschung trifft Erinnerungskultur

Eröffnet wurde HOLO-VOICES von Wissenschats- und Kulturministerin Ina Brandes. Die Ausstellung ist europaweit einzigartig und bewahrt die Stimmen der Zeitzeug*innen für kommende Generationen. Projektträgerin ist die Technische Universität Dortmund, die ihre interdisziplinäre Expertise aus Wissenschaft, Technik und Journalismus einbringt.

Einen entscheidenden Beitrag zur technischen Umsetzung leistete das Team um Prof. Mario Botsch von der Fakultät für Informatik der TU Dortmund. Mit modernen digitalen Verfahren und innovativen Visualisierungstechniken trug das Team maßgeblich dazu bei, die Zeitzeug*innen als realitätsnahe holografische Projektionen zu verewigen und so neue Wege des Lernens und Erinnerns zu eröffnen.

Neben Inge Auerbacher ist aktuell auch das Hologramm von Kurt Salomon Maier zu sehen. Weitere Zeitzeug*innen, darunter Eva Weyl, wurden in Interviews an der TU Dortmund aufgezeichnet und werden schrittweise in die Ausstellung integriert. Die eingesetzte KI wählt ausschließlich originale Antworten aus und erzeugt keine neuen Inhalte – die Authentizität der Zeugnisse bleibt vollständig erhalten.